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Marianne Mendt

Jazz and more

Die österreichische Kultsängerin hat Ende letzten Jahres ihr längst überfälliges, erstes Jazz-Album veröffentlicht.

Sie gilt als eine der Grand Damen des Austropops, feierte ihren Durchbruch vor unglaublichen 45 Jahren mit "Wie a Glock‘n" und prägte die heimische Musikszene in dieser Zeit wie kaum eine andere: Marianne Mendt. Wer die Karriere der Wienerin aufmerksam verfolgt hat, weiß, dass Marianne Mendt allerdings nicht nur das rotweiß-rote Liedergut am Herzen liegt, sondern auch das der US-amerikanischen Südstaaten. Sie liebt Jazz, hat ihn schon immer geliebt und wird das garantiert bis zu ihrem letzten Atemzug. Schon auf ihrem Debütalbum machte sie aus Joe Zawinuls Klassiker "Mercy, Mercy, Mercy" (1966) den Dialektsong "I kann net lang mit dir bös‘ sein" und aus "Spinning Wheel" (1969) "A g‘schekert‘s Hutschpferd". Jahre später erhielt sie mit "Mendt & Band" sogar eine eigene Jazzsendung im Österreichischen Rundfunk und veranstaltet seit 2004 zudem ein jährlich stattfindendes Jazzfestival. Umso faszinierender ist es, dass die Schauspielerin und Sängerin im Laufe ihrer langen Karriere noch nie ein reines Jazzalbum veröffentlicht hat – das im letzten Herbst erschienene "More ...and more Jazz" war also mehr als überfällig. Gemeinsam mit ihrer MM Band, bestehend aus Oliver Kent (p), Werner Feldgrill (b), Thomas Kugi (sax), Daniel Nösig (tp), Johannes Herrlich (tb) und Mario Gonzi (d), wurden die größten Jazz-Klassiker in englischer Originalsprache aufgenommen. "Mit solchen Musikern kann man nur gut singen", schwärmt Marianne Mendt, die sich mit dem Album einen langjährigen Traum erfüllt hat. "Jetzt habe ich endlich mit meinen Musikern eine Jazz-CD in meinem Studio produziert und ich hoffe man hört, wie viel Spaß wir bei den Aufnahmen gehabt haben."

Foto: © Lukas Beck

 

 

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