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Sepp Forcher

Griaß Gott, beinand!

Wir wollen uns in diesem Porträt der Lebensgeschichte von Sepp Forcher widmen.

Seine Stimme und seine gemütliche Art zu sprechen sind so einzigartig, dass man ihn Mitte der siebziger Jahre ins Radio und später ins Fernsehen holte. Seit Jahrzehnten bereitet er den Leuten dort eine große Freude und wurde selbst unter Jugendlichen zur vielfach parodierten und dennoch sehr geschätzten Kultfigur. Über das spannende Leben von Sepp Forcher wissen allerdings nur die wenigsten Bescheid. Am 17. Dezember 1930 kam der Moderator als "Guiseppe" in Rom zur Welt. Als Bub übersiedelte er mit seinen Eltern nach Salzburg, wo er schon nach der Volksschule ins Berufsleben einstieg. Er arbeitete als Hilfsarbeiter, Bergsteiger und Mineraliensucher. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Helli lebte er anschließend jahrelang als Hüttenwirt. Während dieser Zeit wurde Sepp Forcher vom Radio entdeckt und 1976 von Intendant Rudi Bayer ins Landesstudio Tirol geholt. Seine Sendungen waren so beliebt, dass man ihm zehn Jahre später sogar einen Job beim Fernsehen anbot. "Ich war damals 55 Jahre alt und wollte mir das eigentlich nicht mehr antun", erinnert er sich heute. "Ich bin mit meiner Frau Helli auf Urlaub gefahren, habe nichts mehr gehört. Am Tag nach meinem Urlaub habe ich Friedrich Urban getroffen, und er hat mich gefragt, ob ich auf ein Glas Wein in sein Büro komme. Da hab’ ich mir schon gedacht, da stimmt was nicht. Am Vormittag Wein? Er hat mir mitgeteilt, dass ich der Präsentator der neuen Sendereihe bin." Einem Format, das auf den Namen "Klingendes Österreich" hörte und dem man beim ORF selbst nur wenige Episoden zutraute. Mittlerweile sind es mehr als 160 und ein Ende ist nicht in Sicht.

Foto: © ORF / Anton Wieser

 

 

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